1. Mai-Wanderung 2019

zur Täuferhöhle und  dem   Bachtel   (CH)

Bilder: © Röbi Strack

                  Entpflichtung

                  Pastor Siegfried Rosemann

                                                Juli 2018

 

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde,

 

am 22.07.2018 habt ihr mir und meiner Familie einen wunderbaren Abschiedsgottesdienst geschenkt. Er berührte mein und Herz bestätigte, wieviel Segen mir durch euch im Laufe meines Dienstes zuteil wurde.

Ebenso überwältigend lasen Dorothee und ich nach einigen Tagen eure überaus schöne und kreativ gestaltete Glückwunsch-Riesenkarte zum Ruhestand. Es machte uns große Freude, die vielen Namen und manche damit verbundene wertschätzende Anmerkung zu lesen. Die zum Abschied beigefügten Spenden-Gaben waren uns mehr als eine nebenbei gezeigte Gefälligkeit. Sie zeigten uns euer großes und liebevolles Herz. Wenn wir mit dieser Abschiedsgabe irgendwann einige besondere Tage Urlaub gestalten, werden wir jeden Tag an euch denken und uns dankbar erinnern.

Ich danke Gott und euch darum nochmals aufrichtig für allen erfahrenen Segen in den zurückliegenden gemeinsamen Jahren und für den schönen und sehr persönlichen Verabschiedungsgottesdienst.

Mir ist wichtig, meine im Gottesdienst gegebene kurze Entgegnung nach der Dienstentpflichtung nochmals allen zur Kenntnis zu geben. Nicht jeder konnte ja am Sonntag dabei sein. Und nicht jeder, der dabei war, mag an diesem warmen Nachmittag die Konzentration gehabt haben, um die Worte aufzunehmen und zu erinnern. Darum hier meine „Entgegnung“ an die anwesende Gemeinde nach meiner Entpflichtung als Pastor: 

 

  Danke meiner Frau Dorothee! Ohne sie wäre ich nicht Pastor gewesen, wie  ich es  sein konnte. Sie hat einen unschätzbaren Anteil an meinem Dienst insgesamt und an meinem Dienst hier in Waldshut.

   Danke meinen Kindern! Sie hatten vor allem in meinen früheren Pastorenjahren  durch meine häufige Abwesenheit viele familiäre Einschränkungen hinzunehmen.

   Danke meinem Seniorpastor Wolfgang Burk! Er hat mir den Dienstantritt 1996 in Waldshut durch seine Loyalität extrem leicht gemacht. Er wurde mir Vorbild für mein eigenes Verhalten, wenn andere der Gemeinde hauptamtlich dienen werden.  

   Danke euch, meiner bisherigen Gemeinde, für 22 Jahre Aushalten und Unterstützen meines Dienstes in den unterschiedlichen Phasen.

   Danke den vielen Mitarbeitern und insbesondere den Ältesten im Laufe dieser Zeit. Ihr seid so wertvoll und von Gott gesegnet!

   Danke allen, die sich heute zum Verabschiedungsgottesdienst persönlich Zeit nahmen – Herr OB, Dr. Philipp Frank, Liebe Schwestern und Brüder von der ACK, Liebe Leiter und Pastore der unterschiedlichen christlichen Gemeinden am Hochrhein, Liebe Kollegen aus den benachbarten Baptistengemeinden, Gäste, Freunde… ich empfinde und erlebe diesen Tag auch durch eure Anwesenheit überaus dankbar.

   Ich war insgesamt 41 Jahre lang Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, die meiste Zeit gern– manchmal auch nicht.

   Ich lebte meine Berufung, die ich empfand – als Christ mit der Berufung Pastor zu sein und als Bürger und Mitmensch.

   Ich spürte die Herausforderung dieses Standes – nichts Besonderes sein zu wollen und doch zugleich für viele andere besonders zu sein, eben ein „Geistlicher“ mit allen möglichen und unmöglichen Projektionsflächen.

   Ich lernte in diesem Dienst meine Begabungen und Stärken kennen. Ebenso meine Grenzen und meine Ungeduld.

   Ich freute mich über Zuspruch und Ermutigung und war bedrückt in kritischen und schwierigen Zeiten.

   Das alles kennt jeder von euch für sein eigenes Lebensumfeld auch.

   Durch eure Hilfe aber lernte ich buchstabieren:  Wenn mein Glaube und meine Liebe nicht mehr als Worte und Dogmen sind, kann ich gern auf sie verzichten. Sie tragen nicht.

   Erst im Miteinander– in aller Unterschiedlichkeit und persönlichen Begrenzung erweist sich, was echt in meinem Glauben ist. Das forderte mich heraus, veränderte mich und ließ mich reifen.

   Ich begann zu verstehen: Mein Vertrauen zum dreieinigen Gott will kein inhaltsleerer Glaubenssatz für mich oder andere, sondern lebensgestaltende und beziehungsverändernde Kraft sein. Gott sei Dank, wurde es das!

   Im Vertrauen zu diesem dreieinen Gott wurde ich selbst in großer Barmherzigkeit getragen. So gut es mir möglich war, versuchte ich das in die Beziehung zu euch einfließen zu lasen.

   Danke für diesen Lernprozess, in dem ich durch euch sein durfte!

   Ihr wart und seid eine großzügige und starke Gemeinde!

  Nun gebe ich meinen Kirchenschlüssel ab. Und auch meine Verantwortung. Übergebt sie mit der gleichen einst mir geschenkten Großherzigkeit an andere, die folgen werden.

  Und auch das Dienstsiegel gebe ich heute an euch zurück. Andere werden es in ihre Hände nehmen und Segen vermehren.

   Ich bin gewiss, dass durch unsere Internationale Baptistengemeinde Menschen weiterhin gesegnet sein und Heimat finden werden. 

   Euch und mir wünsche ich für das weitere Miteinander in unserer Gemeinde, was Peter Hüsch mit einem wunderbaren Segenswunsch ausdrückte:

  „Möge uns der Herr weiterhin zu den Brunnen des Erbarmens führen, zu den Gärten der Geduld und uns mit Großzügigkeitsgirlanden schmücken. Er möge in unser Herz eindringen, um uns mit seinen Gedankengängen zu erfrischen, uns auf Wege zu führen, die wir bisher nicht betreten haben aus Angst und Unwissenheit darüber, dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges fröhlich sehen will, denn wir sind Kinder Gottes.“

 

Zum letzten Mal „(nach-)dienstlich“:

 

Euer  Siegfried Rosemann
 
 

Kürzlich wurde Siegfried Rosemann nach 22 Dienstjahren in der Internationalen Baptistengemeinde Waldshut in den Ruhestand verabschiedet.

Etwa 150 Gäste nahmen an der bewegenden Abschiedsfeier in der Balthasar-Hubmaier-Kirche in der Unteren Haspelstraße teil. Pastor Heinz-Jürgen Kindlein, ein ehemaliger Studienkollege aus Braunschweig, führte in der Predigt aus, wie man zur Ruhe kommt und was die Bibel dazu meint. Die offizielle Entpflichtung aus dem Amt als Pastor nahm sein Bruder Johannes Rosemann aus Berlin vor, in einer unterhaltsamen Beschreibung der Aufgabe eines Pastors in dem er diese mit den verschiedensten Formen von Schirmen verglich.

 

Für die musikalische Gestaltung sorgte das Musikteam der Gemeinde und ein neu formiertes „Rosemann-Trio“ mit zwei Geigen und einem Klavier. Peter Kundel führte als Moderator hervorragend durch den Gottesdienst und das folgende Programm. Oberbürgermeister Dr. Philipp Frank würdigte in seinem Grußwort das Wirken von Pastor Rosemann über die eigenen Kirchengrenzen hinaus in die Stadt. Pastor Wieland Bopp-Hartwig überreichte im Namen des Arbeitskreises Christlicher Kirchen Siegfried Rosemann u.a. einen Weinstock und bedankte sich im Namen der ACK für sein Engagement und die freundschaftlichen Beziehungen. Der kath. Pfarrer Ulrich Sickinger wies darauf hin, dass der Altarraum in der Marienkirche noch aus der Zeit stammt, als Balthasar Hubmaier als Priester in Waldshut wirkte. Er entschuldigte sich im Namen seiner Kirche für die Verfolgung, die die Täufer im Laufe der Geschichte erlitten.

 

Jürgen Wolf aus Wettingen sprach ein Grußwort für die Schweizer Baptisten und hoffte auf weiterhin gute Beziehungen über die Grenze hinweg. Robert Strack, als Mitglied der Gemeindeleitung beschloss den Reigen der Grußworte und bedankte sich  im Namen der Gemeinde für sein Engagement, er übergab ihm einen Gutschein und einen Eispickel und ermutigte den Bergfreund Rosemann fit zu bleiben um gemeinsam noch einige Gipfel zu besteigen.

 

Anschließend bedankte sich Siegfried Rosemann bei seiner Familie, der Gemeinde, allen ehrenamtlichen Mitarbeitern und seinem Vorgänger als Pastor in der Gemeinde, für die erlebte Unterstützung, die gute Zusammenarbeit und erhaltene Ermutigung in all den Jahren.

Mit einer tollen Bildpräsentation von Manfred Riedle über Siegfrieds und Dorothe Rosemanns Wirken in den vergangenen 22 Jahren in der Gemeinde Waldshut endete der offizielle Teil.

Anschließend waren alle Besucher zu einem Empfang bei Kaffee und Kuchen eingeladen.

Siegfried Rosemann wird auch im Ruhestand weiter im Landkreis wohnen und Mitglied der Gemeinde bleiben.

 

Text:Lothar Albicker + Ruedi Knöpfel     

Bilder: © Manfred Riedle
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